Sektorenkopplung

Klimaneutral wird der Verkehrssektor nur, wenn die Stromerzeugung auf Basis von Sonne und Wind schneller als bisher geplant steigt. Der elektrifizierte Verkehr kann auch dem Stromsystem dienlich sein.

Strom aus Wind und Sonne wird zum wichtigsten Energieträger für den Verkehr. Um per Saldo CO2 einzusparen, muss der Strom für den Verkehr zusätzlich produziert werden. Das bedeutet, dass die Energiewende im Strombereich mit der Verkehrswende Schritt halten muss. Gemessen daran findet der Ausbau von Kapazitäten zur Erzeugung von Wind- und Solarstrom sowie von Netzen und Speichern zu langsam statt. Obwohl die Prognosen über den Stromverbrauch des Verkehrs stark variieren zeichnet sich ab, dass der Stromverbrauch wegen des neuen Verbrauchers Verkehr bis 2050 nicht sinken, sondern steigen wird.

Die zukünftige Beziehung zwischen dem Strom- und dem Verkehrssektor ist allerdings komplizierter. Der Stromsektor hat beschleunigt Kilowattstunden für den Verkehrsbereich bereitzustellen, der elektrifizierte Verkehr hat die technischen Restriktionen des Stromsektors zu beachten: Das gleichzeitige Laden vieler Elektrofahrzeuge würde die Stromnetze in ihrer heutigen Form überlasten. Deshalb sind Elektrofahrzeuge intelligent und dem Angebot von Strom entsprechend zu laden. Hierfür sind nicht nur geeignete Lade- und Netzinfrastrukturen nötig, sondern auch Preismodelle, die Nutzer zum systemdienlichen Laden von Elektrofahrzeug animieren. Die Digitalisierung hat das Potenzial, dieses Nutzerverhalten weitgehend komfortabel zu ermöglichen. Demgegenüber ist noch ungewiss, welche Rolle dezentral erzeugter und verbrauchter Eigenstrom spielen kann, ob Fahrzeugbatterien ein zweites Leben als Sicherheitsstromreserve haben können und ob für den Fall von Dunkelflauten strombasierte Kraftstoffe eine technisch und ökonomisch sinnvolle Option sind.

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