Strategische Vorausschau für klimaverträglichen Verkehr

  • Laufzeit: 05/2019 - 07/2020

Mittels strategischer Vorausschau liefert das Projekt Handlungsempfehlungen für die klimaverträgliche und nachhaltige Transformation des Verkehrssektors.

Der Verkehr trägt rund ein Viertel zu den weltweiten Treibhausgasemissionen bei. Ein Großteil davon stammt heute aus den G20 Ländern. Mit dem rasanten Verkehrswachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern werden die Emissionen aber gerade dort in der Zukunft schneller zunehmen als in vielen Industrieländern. Mit dem Pariser Klimaabkommen hat sich die Weltgemeinschaft verpflichtet, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2 °C über dem vorindustriellen Niveau, wenn möglich auf 1,5 °C zu begrenzen. Das setzt voraus, sämtliche Treibhausgasemissionen, auch die des Verkehrs, in den kommenden Jahrzehnten auf null zu senken. Der Trend geht aber aktuell in die entgegengesetzte Richtung. Das Internationale Verkehrsforum der OECD geht davon aus, dass die Emissionen bis zum Jahr 2050 um etwa 60 Prozent steigen. Hinzu kommt, dass die Städte in allen Teilen der Welt durch die anhaltende Urbanisierung mit dem wachsenden Verkehrsaufkommen überfordert sind. Während den Agglomerationsräumen der Verkehrskollaps droht, gefährden fehlende Mobilitätsstrukturen in den ländlichen Regionen die soziale und ökonomische Entwicklung. Gleichzeitig führen die Digitalisierung im Verkehr und damit der disruptive Wandel durch neue Technologien und Wirtschaftsakteure zu bislang beispiellosen Herausforderungen, die weit über den Verkehrssektor hinaus reichen. Sie stoßen einen sektorenübergreifenden Strukturwandel an.

Daraus folgt, erstens: Ohne eine umfassende Dekarbonisierungsstrategie des Verkehrssektors ist das global vereinbarte Klimaziel nicht zu erreichen. Zweitens: Ohne die Transformation des Verkehrssektors ist eine nachhaltige Mobilität als Rückgrat gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklung nicht zu sichern. Wie diese notwendige Transformation und der damit verbundene, unausweichliche Strukturwandel mithilfe (nationaler) Politiken aktiv gestaltet werden kann, wird das vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland geförderte Projekt „Transport for Under Two Degrees“ aufzeigen. Umgesetzt wird das Vorhaben von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), dem Weltwirtschaftsforum (WEF) und Agora Verkehrswende.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Projektwebseite: www.t4under2.org

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