5 Jahre Verkehrswende: Stimmen der Ratsmitglieder

Wir haben unsere Ratsmitglieder gefragt, was der wichtigste Fortschritt war für die Verkehrswende in den vergangen fünf Jahren und auf welchen Fortschritt sie hoffen in den kommenden fünf Jahren. Hier sind ihre Antworten.

Prof. Dr. Klaus J. Beckmann
Vorsitzender des Rates


Was war für Sie der wichtigste Fortschritt für die Verkehrswende in den vergangenen fünf Jahren?

„Die Ziele der Mobilitäts- und Verkehrswende sind offensichtlich „salonfähig“ geworden – von integrierten Handlungskonzepten für Raumstrukturen, Stadträume und Verkehr bis zur Verbindung von technischen Innovationen mit Verhaltensänderungen.“

Auf welchen Fortschritt für die Verkehrswende hoffen Sie in den kommenden fünf Jahren?

„Mobilitäts- und Verkehrswende können nur gelingen, wenn die Handlungsansätze vorurteilsfrei und wirkungsorientiert entwickelt, beurteilt, entschieden und umgesetzt werden. Dafür braucht es geeignete Fachkräfte und Steuerungsprozesse.“

 

Arno Klare
Bundestagsfraktion, SPD, Mitglied im Ausschuss für ­Verkehr und digitale Infrastruktur


Was war für Sie der wichtigste Fortschritt für die Verkehrswende in den vergangenen fünf Jahren?

„Der wichtigste Erfolg der letzten Jahre ist die systemische Betrachtungsweise, sprich die Aufhebung des Silodenkens. Verkehr ist Teil der großen notwendigen Wende. Das wussten viele schon früh, doch jetzt ist es in allen Köpfen.“

Auf welchen Fortschritt für die Verkehrswende hoffen Sie in den kommenden fünf Jahren?

„Für die kommenden fünf Jahre wird es entscheidend sein, der Pkw-Bestandsflotte - immerhin Minimum 30 Millionen Fahrzeuge 2030 - eine dekarbonisierende Erfüllungsoption zu geben. Wir sprechen über die Reduktion von 100 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr.“

 

Cem Özdemir
Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur


Was war für Sie der wichtigste Fortschritt für die Verkehrswende in den vergangenen fünf Jahren?

„Der Durchbruch des E-Autos wird in diesem Jahr sichtbar und ich wünsche mir, dass wir auch in der Politik endlich darüber reden, wie wir die ­Folgen der notwendigen Transformation zum Erfolg machen.“

Auf welchen Fortschritt für die Verkehrswende hoffen Sie in den kommenden fünf Jahren?

„Für die Verkehrswende müssen wir die Straße elektrifizieren, aber es reicht es nicht, 48 Millionen Verbrenner durch 48 Millionen E-Autos zu ersetzen. Die nächste Bundes­regierung muss ran an die Strukturen.“

 

Burkhard Jung
Präsident, Deutscher Städtetag; Oberbürgermeister, Stadt Leipzig


Was war für Sie der wichtigste Fortschritt für die Verkehrswende in den vergangenen fünf Jahren?

„Nachhaltige Mobilität für alle – Dieses Ziel verfolgen die Städte konsequent, unterstützt von Bund und Ländern. Der Kern bleibt ein leistungsstarker ÖPNV, gut vernetzt und dicht getaktet.“

Auf welchen Fortschritt für die Verkehrswende hoffen Sie in den kommenden fünf Jahren?

„Wir wollen den Verkehr in den Städten effizienter, klimaschonender und sicherer machen. Dafür brauchen wir vor Ort noch mehr Entscheidungsspielräume, um Neues unter Realbedingungen zu erproben.“

 

Markus Lewe
Oberbürgermeister, Stadt Münster


Was war für Sie der wichtigste Fortschritt für die Verkehrswende in den vergangenen fünf Jahren?

„Motorisierte Individualmobilität wird weiterhin eine hohe Bedeutung haben – nun noch verstärkt durch die Pandemie. Die Elektrifizierung des Verkehrs ist ein richtiger Weg. Sharing-Angebote sollten ausgebaut werden.“

Auf welchen Fortschritt für die Verkehrswende hoffen Sie in den kommenden fünf Jahren?

„Ich bin optimistisch, dass es gelingen wird, für die unterschiedlichen Rahmenbedingungen in Stadt und Land passgenauere Mobilitätsangebote zu schaffen, zum Beispiel mit Radschnellwegen und On-Demand-Verkehren.“

 

Ingmar Streese
Staatssekretär für Verkehr, Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Berlin


Was war für Sie der wichtigste Fortschritt für die Verkehrswende in den vergangenen fünf Jahren?

„Die vielen Verkehrswende-Aktivitäten auf kommunaler Ebene – vom Berliner Mobilitätsgesetz über die ÖPNV-Förderung in Hamburg bis hin zu Fahrradstraßen und Fahrradzonen wie in Bremen und Karlsruhe. Und die internationale Vorreiterrolle der EU.“

Auf welchen Fortschritt für die Verkehrswende hoffen Sie in den kommenden fünf Jahren?

„Dass auch die Bundesregierung die Verkehrswende-Erfordernis erkennt. Damit die Bundesländer mehr Freiheiten erhalten; damit die antiquierten Kfz-orientierten Regelungen modernisiert werden; und damit die Haushaltsmittel erhöht werden.“

 

Hilmarvon Lojewski
Beigeordneter Verkehr, Deutscher Städtetag


Was war für Sie der wichtigste Fortschritt für die Verkehrswende in den vergangenen fünf Jahren?

„Die Überschreitung der NOx-Grenzwerte hat die Autoindustrie in Zugzwang gebracht. Das hat nach fast 30-jährigem Vorlauf den Terminus "Verkehrswende" auf allen politischen Ebenen hoffähig gemacht.“

Auf welchen Fortschritt für die Verkehrswende hoffen Sie in den kommenden fünf Jahren?

„Der Umweltverbund muss deutlich gestärkt werden. Das betrifft den exponentiellen Ausbau sicherer Fuß- und Radwege und die Finanzierung des Ausbaus, der grundhaften Sanierung und des Betriebs des ÖPNV als Rückgrat der Verkehrswende.“

 

Prof. Dr. Dirk Messner
Präsident, Umweltbundesamt (UBA)


Was war für Sie der wichtigste Fortschritt für die Verkehrswende in den vergangenen fünf Jahren?

„Das Umweltbewusstsein ist durch Dieselskandal, Fridays-for-Future und die Wissenschaft enorm gewachsen. Elektromobilität und Fahrradverkehr erleben einen Boom. Klimafreundlicher Verkehr steht nun bei Politik und Wirtschaft auf der Tagesordnung.“

Auf welchen Fortschritt für die Verkehrswende hoffen Sie in den kommenden fünf Jahren?

„Die 2020er Jahre entscheiden über den Erfolg der Verkehrswende. Hierzu brauchen wir mehr Bus und Bahn, Infrastrukturen für Fahrrad und E-Mobilität, aber insgesamt auch weniger Verkehr. Ich hoffe, in fünf Jahren sind wir hier ein großes Stück weiter.“

 

Kai Bliesener
Ressortleiter Fahrzeugbau, Branchenkoordinator Automobil- und Zulieferindustrie, IG Metall


Was war für Sie der wichtigste Fortschritt für die Verkehrswende in den vergangenen fünf Jahren?

„Die enorme Beschleunigung des Wandels und die damit verbundene breitere öffentliche Verankerung. Das ist wichtig, denn die ökologisch-soziale Mobilitätswende geht alle an.“

Auf welchen Fortschritt für die Verkehrswende hoffen Sie in den kommenden fünf Jahren?

„Mobilität bedeutet Teilhabe. Das heißt, sie muss für alle möglich und erschwinglich sein. Und wir müssen den Menschen verlässliche Perspektiven bieten. Dann gelingt die ökologisch-soziale Transformation.“

 

Jens Hilgenberg
Leitung Verkehrspolitik, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)


Was war für Sie der wichtigste Fortschritt für die Verkehrswende in den vergangenen fünf Jahren?

„Bemerkenswert ist, wie Teile der Industrie von Umweltseite angemahnte Punkte aufgenommen haben und die Umsetzung jetzt einleiten. Und dass sie dabei regelmäßig ambitionierter agieren als Teile der Politik.“

Auf welchen Fortschritt für die Verkehrswende hoffen Sie in den kommenden fünf Jahren?

„Alle zusammen müssen aus dem Fordern oder Ankündigen ins Umsetzen kommen. Es fehlt die Zeit, auf neue Technologien zu warten; Klimaschutz und Soziales müssen gemeinsam gedacht und angegangen werden.“

 

Marion Jungbluth
Leiterin Team Mobilität und Reisen, GB Verbraucherpolitik Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv)


Was war für Sie der wichtigste Fortschritt für die Verkehrswende in den vergangenen fünf Jahren?

„Pooling hat mit app-basiertem On-Demand eine neue Dimension erhalten, die das Potenzial hat, Umsteigewiderstände zu senken. Das neue Personenbeförderungsgesetz muss aber in der Realität zu mehr innovativen Mobilitätsdienstleistungen führen.“

Auf welchen Fortschritt für die Verkehrswende hoffen Sie in den kommenden fünf Jahren?

„Öffentliche Verkehrsmittel brauchen klare Angebots- und Qualitätsziele. Eine Erreichbarkeitsgarantie, nach der vzbv-Idee „Anschluss Mobilität – von Haus aus gut angebunden“, ist ein Meilenstein zu einem verbrauchergerechten Mobilitätswandel.“

 

Daniel Rieger
Leiter Verkehrspolitik, Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU)


Was war für Sie der wichtigste Fortschritt für die Verkehrswende in den vergangenen fünf Jahren?

„Die Etablierung eines verbindlichen CO2-Reduktionsziels für den Verkehrsektor war ein zentraler Meilenstein. Das 1,5-Grad-Ziel ist damit jedoch nicht erreichbar, zumal es an der konsequenten Umsetzung mangelt.“

Auf welchen Fortschritt für die Verkehrswende hoffen Sie in den kommenden fünf Jahren?

„Ich setze stark auf die moderierende Funktion der Zivilgesellschaft, um im öffentlichen Diskurs Gestaltungsspielräume für eine klima- und zugleich sozialverträgliche Mobilitätswende zu eröffnen.“

 

Dr. Thomas Becker
Unternehmensstrategie, Leiter Nachhaltigkeit, Mobilität, BMW Group


Was war für Sie der wichtigste Fortschritt für die Verkehrswende in den vergangenen fünf Jahren?

„Die öffentliche Debatte um nachhaltige Mobilität und Elektromobilität hat an Fahrt aufgenommen. Es hat ein breiteres Nachdenken über adäquate Rahmenbedingungen, die geeigneten und auch ungeeigneten Instrumente begonnen.“

Auf welchen Fortschritt für die Verkehrswende hoffen Sie in den kommenden fünf Jahren?

„Wir müssen weg von symbolpolitischen Maßnahmen aus dem Werkzeugkasten der Vergangenheit und Mobilität ganzheitlich denken, klar an Ergebniszielen von Nachhaltigkeit orientiert. Dabei sind neue, digitale Optionen der Schlüssel.“

 

Roland Edel
Chief Technology Officer, Siemens Mobility GmbH


Was war für Sie der wichtigste Fortschritt für die Verkehrswende in den vergangenen fünf Jahren?

„In großen Teilen der Gesellschaft wurde das  Bewusstsein gestärkt, dass für mehr Klimaschutz eine Verkehrswende durch Vermeidung, Verlagerung und Verbesserung von Verkehren notwendig ist.“

Auf welchen Fortschritt für die Verkehrswende hoffen Sie in den kommenden fünf Jahren?

„Auf kluge politische Entscheidungen zur Stärkung und Beschleunigung der zum Erreichen der Klimaziele im Verkehr erforderlichen Maßnahmen, vom Ausbau der Schiene über die Elektrifizierung des Straßenverkehrs bis hin zur intermodalen Vernetzung.“

 

Tanja Gönner
Vorstandssprecherin, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
 

Was war für Sie der wichtigste Fortschritt für die Verkehrswende in den vergangenen fünf Jahren?

„Dank des Pariser Abkommens nimmt die Verkehrswende weltweit Fahrt auf. Bereits 142 Regierungen haben entsprechende Maßnahmen in ihren nationalen Klimaschutzzielen und mehr als 17 Staaten haben den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor angekündigt.“

Auf welchen Fortschritt für die Verkehrswende hoffen Sie in den kommenden fünf Jahren?

„Zur Dekarbonisierung des Verkehrssektors bedarf es Expertise – aktuell fehlen global rund 1.6 Millionen Verkehrsplaner*innen. Die GIZ setzt sich weltweit dafür ein, Know-how aufzubauen, um die Verkehrswende zu erreichen.“

 

Volker Ratzmann
Executive Vice President Corporate ­Public Policy & Regulation ­Management, Deutsche Post DHL Group


Was war für Sie der wichtigste Fortschritt für die Verkehrswende in den vergangenen fünf Jahren?

„Die Zunahme batterieelektrischer Fahrzeuge – auch wenn meine Ladesäule jetzt öfter belegt ist. Und die Einsicht, dass wir schnell, konsequent und innovativ handeln müssen.“

Auf welchen Fortschritt für die Verkehrswende hoffen Sie in den kommenden fünf Jahren?

„Auf die Förderung innovativer Logistikkonzepte, den europaweiten Ausbau der Ladeinfrastruktur und auf eine nachhaltige Entwicklung der Luftfahrt, insbesondere durch eine kohärente Kraftstoffpolitik.“

 

Dr. Bernhard Rohleder
Hauptgeschäftsführer Bitkom e.V.


Was war für Sie der wichtigste Fortschritt für die Verkehrswende in den vergangenen fünf Jahren?

„Die stärksten Impulse für die Verkehrswende kamen von neuen Playern in der Automobilindustrie und der Sharing Economy. Sie rufen nicht nach Subventionen und politischer Flankierung. Sie fordern Freiräume.“

Auf welchen Fortschritt für die Verkehrswende hoffen Sie in den kommenden fünf Jahren?

„Eine Vision Zero brauchen wir nicht nur, was den Ausstoß an CO2 und anderen Gasen und Partikeln betrifft. Wir brauchen sie ebenso, was die Zahl der Verkehrsopfer angeht.“

 

Dörte Schramm
Abteilungsleiterin Regierungs- und Politikbeziehungen, Robert Bosch GmbH


Was war für Sie der wichtigste Fortschritt für die Verkehrswende in den vergangenen fünf Jahren?

„Ein Fortschritt der Verkehrswende ist sicherlich, dass die Wahl der Mobilität bewusster geworden ist und Verkehrsangebote übergreifend genutzt und kombiniert werden: ob Fahrrad, Zug, ÖPNV, Roller oder das Auto; ob geliehen, geteilt oder das Eigene.“

Auf welchen Fortschritt für die Verkehrswende hoffen Sie in den kommenden fünf Jahren?

„Für die Verkehrswende bleibt entscheidend, dass sie die Menschen im wahrsten Sinne des Wortes mitnimmt, individuelle Freiheit erhält, und dafür im Gegenzug die Verkehrssicherheit erhöht und den ökologischen Fußabdruck verkleinert.“

 

Thomas Steg
Leiter Außenbeziehungen und Nachhaltigkeit, Generalbevollmächtigter der Volkswagen AG


Was war für Sie der wichtigste Fortschritt für die Verkehrswende in den vergangenen fünf Jahren?

„Die Notwendigkeit einer Verkehrswende wird nicht mehr bestritten. Wir sind mittendrin.“

Auf welchen Fortschritt für die Verkehrswende hoffen Sie in den kommenden fünf Jahren?

„Die Deutschen fahren mit Elektroautos in die Zukunft und nutzen Batterien als intelligente Stromspeicher.“

 

Eckart von Klaeden
Vice President, Head of External Affairs, Daimler AG


Was war für Sie der wichtigste Fortschritt für die Verkehrswende in den vergangenen fünf Jahren?

„Der wichtigste Fortschritt war für mich die Weiterentwicklung der Batterietechnologie – nicht nur in Sachen Reichweite, sondern auch bei Gewicht und Kosten. Und ich weiß: Wir sind noch längst nicht am Ende dieser Entwicklung.“

Auf welchen Fortschritt für die Verkehrswende hoffen Sie in den kommenden fünf Jahren?

„Um der Elektromobilität zum weiteren Durchbruch zu verhelfen, brauchen wir eine ausreichende Ladeinfrastruktur. Dazu gehören für mich nicht nur Ladesäulen, sondern auch leistungsfähige Stromnetze und klimafreundliche und bezahlbare Energie.“

 

Oliver Wolff
Hauptgeschäftsführer, Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e.V. (VDV)


Was war für Sie der wichtigste Fortschritt für die Verkehrswende in den vergangenen fünf Jahren?

„Akteurs- und politikübergreifend wird Verkehrspolitik nicht mehr ideologisch betrieben, sondern alle haben gemeinsam den Blick auf die notwendigen Veränderungen und orientieren sich am Erfolg.“

Auf welchen Fortschritt für die Verkehrswende hoffen Sie in den kommenden fünf Jahren?

„Der Bürger soll die Veränderungen im Mobilitätssektor bemerken und nutzen können. Dafür gilt es, Frequenzen zu erhöhen, Angebote auszuweiten und mithilfe der Digitalisierung die Verfügbarkeit von Mobilität deutlich zu optimieren.“

 

Dr. Christoph Wolff
Head of Mobility Industries and System Initiative, Member of the Executive Committee, World Economic Forum (WEF)


Was war für Sie der wichtigste Fortschritt für die Verkehrswende in den vergangenen fünf Jahren?

„Der Übergang zur Elektromobilität auf breiter Basis war 2016 in Deutschland ein exotisches Konzept. Fünf Jahre später ist es gesellschaftlicher Konsens, dass Verkehrswende sogar weiter Fahrt aufnehmen muss.“

Auf welchen Fortschritt für die Verkehrswende hoffen Sie in den kommenden fünf Jahren?

„Die Verkehrswende muss sich weiter beschleunigen und ein internationaler Erfolg werden. Dazu gibt es immens viel zu tun: In vielen Ländern gilt der Übergang als teuer und nicht leistbar.“

 

Prof. Dr.-Ing. Uwe Clausen
Institutsleiter, Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML)


Was war für Sie der wichtigste Fortschritt für die Verkehrswende in den vergangenen fünf Jahren?

„Die Agora Verkehrswende hat erfolgreich die Notwendigkeit einer Verkehrswende vermitteln und einen wissenschaftlich fundierten Diskurs zur Transformation des Verkehrssystems gestalten können.“

Auf welchen Fortschritt für die Verkehrswende hoffen Sie in den kommenden fünf Jahren?

„Ich erhoffe mir, dass wir neben batterieelektrischen Fahrzeugen noch mehr über nachhaltige Verkehrs-, Siedlungs- und Logistikstrukturen sprechen, die Transformationspfade besser verstehen und zu ihrer Umsetzung wirksame Beiträge leisten.“

 

Achim Kampker
Gründer des Lehrstuhls ­Production Engineering of E-Mobility ­Components (PEM) der RWTH Aachen


Was war für Sie der wichtigste Fortschritt für die Verkehrswende in den vergangenen fünf Jahren?

„Elektromobilität setzt sich durch und das wird nicht mehr diskutiert.“

Auf welchen Fortschritt für die Verkehrswende hoffen Sie in den kommenden fünf Jahren?

„Durchgängige Konzepte von Stadtplanung über Mobilitätslösungen inklusive Automation.“

 

Dr. Lars Grotewold
Leiter Bereich Klimawandel, Stiftung Mercator GmbH


Was war für Sie der wichtigste Fortschritt für die Verkehrswende in den vergangenen fünf Jahren?

„Die Notwendigkeit einer Verkehrswende ist Mainstream geworden und der Begriff im gesellschaftlichen Diskurs etabliert. Zentrale Akteur*innen sprechen nicht mehr über-, sondern miteinander und suchen gemeinsam nach Lösungen.“

Auf welchen Fortschritt für die Verkehrswende hoffen Sie in den kommenden fünf Jahren?

„Wir müssen weg vom Technologie-Fokus und hin zu einem gesamtgesellschaftlichen Dialog über die Umsetzung einer Verkehrswende, die signifikante Minderungen von Emissionen mit Prosperität und sozialer Gerechtigkeit verbindet.“

 

Dietmar Oeliger
Programme Director Transport, ­European Climate Foundation (ECF)


Was war für Sie der wichtigste Fortschritt für die Verkehrswende in den vergangenen fünf Jahren?

„Der Fortschritt bei E-Autos und E-Fahrrädern ist beachtlich. Das E-Auto muss Benziner und Diesel schnell ersetzen, das E-Fahrrad viele Zweitwagen und es kann das Pendeln zur Arbeit revolutionieren.“

Auf welchen Fortschritt für die Verkehrswende hoffen Sie in den kommenden fünf Jahren?

„Sichere Radinfrastruktur, viele Radschnellwege, den Deutschlandtakt bei der Bahn und noch bessere Batterien für die E-Mobilität.“

 

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