Marktentwicklung von E-Autos

Infografiken zu den Neuzulassungen elektrischer Pkw in Deutschland

Die Neuzulassungen von Elektroautos stiegen im Dezember 2023 leicht auf durchschnittlich 1.763 Zulassungen pro Tag. Über das Jahr hinweg lag der Durchschnitt bei 1.433. Für das Ziel der Bundesregierung von 15 Millionen E-Autos bis 2030 ist das zu wenig.

Je länger der Absatz von E-Autos auf solch niedrigem Niveau verharrt, desto schwerer ist es, das Ziel zu erreichen. Hätten vor einem Jahr noch 5.000 Neuzulassungen von E-Pkw pro Tag bis 2030 ausgereicht, bräuchte es zukünftig durchschnittlich 5.500 tägliche Neuzulassungen, um bis 2030 auf einen Bestand von 15 Millionen E-Pkw zu kommen.

Wirksame Maßnahmen für einen schnelleren Markthochlauf wären:

- Eine höhere, CO2-abhängige Kfz-Steuer bei der Erstzulassung, die Kaufzuschüsse insbesondere für energieeffizienten und erschwingliche E-Pkw finanzieren könnte

- Eine Pauschalbesteuerung für Verbrenner-Dienstwagen von 1,5 Prozent (statt bisher 1 Prozent)

Mehr zu fairen Preisen im Straßenverkehr: https://www.agora-verkehrswende.de/veroeffentlichungen/steuersignale-zur-transformation-der-pkw-flotte-kompaktbericht/

 

Übliche FAQ zur dargestellten Grafik:

- Die Grafik bildet nicht die Marktentwicklung bis 2030 ab, sondern einen durchschnittlichen Richtwert zur groben Orientierung. Der Hochlauf der Elektromobilität wird voraussichtlich exponentiell verlaufen, wie eine S-Kurve.

- BEV verursachen im gesamten Lebenszyklus auch CO2-Emissionen, aber schon beim heutigen Strommix deutlich weniger als Verbrenner.

- BEV allein machen noch keine Verkehrswende. Es braucht auch eine Mobilitätswende.

Oktober 2023: Nicht nur bei Windrädern, Infrastruktur und Digitalisierung ist das Deutschlandtempo gefragt. Die Neuzulassungen von reinen E-Pkw verharren nach dem Zwischenhoch im August weiter auf einem niedrigen Niveau. Für 15 Millionen Elektroautos bis 2030 ist das zu wenig

Um 15 Millionen BEV bis 2030 zu erreichen, bräuchte es 5.000 BEV-Neuzulassungen pro Tag, im Oktober waren es jedoch nur 1.204.

Der Abbau von Verbrennersubventionen würde die Elektrifizierung beschleunigen, zum Beispiel:
- Pauschalbesteuerung für Verbrenner-Dienstwagen auf 1,5 Prozent setzen (bisher 1 Prozent),
- Dieselprivileg abschaffen,
- Kfz-Steuer auf Erstzulassung konzentrieren und nach CO2-Ausstoß differenzieren,
- Kaufzuschüsse für sparsame und effiziente Fahrzeuge über Einnahmen aus Kfz-Steuer finanzieren (mehr zu fairen Preisen im Straßenverkehr hier)

Gewerbliche Fahrzeuge machen in der Regel etwa zwei Drittel des Neuwagenmarkts aus und werden relativ schnell als Gebrauchtwagen weiterverkauft. Zu den gewerblichen Neuzulassungen gehören nicht nur Dienstwagen, sondern auch die Fahrzeuge von Autoherstellern und -händlern sowie von Vermietern und Sharing-Anbietern.

September 2023: Keine Spur von Deutschlandtempo: Wie befürchtet sind die Neuzulassungen von reinen Elektroautos im September eingebrochen - auf durchschnittlich 1.057 pro Tag. Ursache ist vor allem das Ende der Kaufprämie für gewerbliche E-Pkw.
 

Gewerbliche Neuzulassungen sind verantwortlich für das Absatzhoch bei Elektroautos im August 2023. Dieser Trend wird sich wahrscheinlich nicht fortsetzen, weil es seit Anfang September keine Kaufprämie mehr für gewerbliche BEV gibt. Für 15 Millionen batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) bis 2030 ist der Absatz deutlich zu niedrig.
 

Trügerisches Zwischenhoch bei den aktuellen Absatzzahlen für E-Autos? Im August 2023 wurden im Tagesdurchschnitt 2795 reine E-Pkw in Deutschland neu zugelassen. Der zweitstärkste Monat bisher – aber vermutlich vor allem deshalb, weil die Prämie für gewerbliche Zulassungen ausläuft. Für 15 Millionen batterielektrische Fahrzeuge (BEV) bis 2030 bräuchte es 5000 Neuzulassungen pro Tag.

Das 15-Mio-BEV-Ziel ist der wirkungsvollste Hebel zum Erreichen des Klimaziels 2030 im Verkehr. Ohne schnellen Hochlauf der Elektromobilität wird Deutschland sein Klimaziel 2030 verfehlen - im Verkehr und insgesamt. Es gibt keine Alternativen, die diese Lücke bis 2030 füllen könnten.


März 2023: 5.000 pro Tag - so viele vollelektrische E-Autos müssten in Deutschland bis Ende 2030 durchschnittlich neu zugelassen werden, wenn bis dahin insgesamt 15 Millionen auf der Straße sein sollen. Die Bundesregierung ist davon noch weit entfernt.

 

Februar 2023. Einbruch mit Ansage: Der Anteil von E-Autos (BEV und PHEV) am Pkw-Absatz in Deutschland ging im Januar 2023 zurück auf 15,1 Prozent (12/2022: 55,4 Prozent, 01/2022: 21,6 Prozent). 15 Millionen BEV bis 2030 sind so nicht zu erreichen. Gefragt ist jetzt eine Reform der Kfz- und Dienstwagenbesteuerung.

 

Juli 2022: Wiederholt sich beim E-Auto-Absatz das Jahr 2021? Im Vergleich zum Vorhalbjahr ist der Anteil der Elektrofahrzeuge an den Neuzulassungen in Deutschland im ersten Halbjahr 2022 zurückgegangen (1. Halbjahr 2022: 25 Prozent; 2. Halbjahr 2021: 30 Prozent). Die Zahlen liegen eher beim Durchschnitt für das Jahr 2021 (26 Prozent). Der positive Effekt aus den beiden Vorjahren, der vor allem auf die verschärften EU-Flottengrenzwerte zurückzuführen ist, nimmt nicht weiter zu.

Für das Ziel, 15 Millionen batterieelektrische Fahrzeuge bis 2030 auf die Straße zu bringen, ist das zu wenig. Umso wichtiger sind jetzt Reformen auf nationaler Ebene mit Lenkungswirkung für den Autokauf, insbesondere Kfz-Besteuerung mit starkem Preissignal bei der Erstzulassung, Erweiterung zu einem Bonus-Malus-System und angepasste Dienstwagenbesteuerung.

 

 

Januar 2022: Der Elektroauto-Boom in Deutschland – von 3 Prozent Marktanteil (2019) über 14 Prozent (2020) auf 26 Prozent (2021) – lässt sich vor allem auf zwei politische Instrumente zurückführen: CO2-Flottengrenzwerte und Kaufzuschüsse. Damit der Trend anhält, braucht es weitere Reformen: insbesondere Verschärfung der CO2-Flottengrenzwerte, Reform von Fahrzeug- und Kraftstoffsteuern (Kfz-Steuer, Bonus-Malus-System, Dienstwagenregelung, CO2-Preis), Vorteile für PHEV nur, wenn diese überwiegend elektrisch gefahren werden. Mehr dazu im Blog-Beitrag „E-Auto-Boom: Es kommt auf die Politik an"

 

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