Februar 2026:
Der Anteil von vollelektrischen Pkw an den Neuzulassungen in Deutschland war im Februar mit 21,9 Prozent erneut auf einem hohen Niveau. Im Vergleich zum Vorjahresmonat nahm die Zahl der vollelektrischen Neuzulassungen um 29 Prozent zu.
Die aktuell steigenden Preise für Benzin und Diesel liefern ein weiteres Argument für den elektrischen Antrieb. Internationale Krisenlagen werden sich immer wieder an der Tankstelle bemerkbar machen. Je schneller der Umstieg auf elektrische Fahrzeuge vorankommt, desto weniger ist Deutschland im Verkehr abhängig von Ölimporten und schwankenden Spritpreisen.
Für die Entwicklung der privaten Neuzulassungen sollte die Bundesregierung schnell die konkrete Richtlinie zur Förderung von E-Autos veröffentlichen und die Antragstellung ermöglichen. Darüber hinaus hat die Bundesregierung noch immer einigen Spielraum, um den Umstieg auf elektrische Pkw zu erleichtern und den Wandel zu beschleunigen:
- Wettbewerb im Markt für öffentliches Laden stärken, bidirektionales Laden ermöglichen.
- Abbau bürokratischer Hürden beim Ausbau privater Ladeinfrastruktur und gezielte Förderung von Ladepunkten in Mehrfamilienhäusern.
- Dienstwagenbesteuerung reformieren (Pauschalsatz für Verbrenner erhöhen von 1 auf 1,5 Prozent des Listenpreises).
- Planungssicherheit schaffen durch eine ambitionierte und verlässliche Fortführung der CO2-Flottengrenzwerte und einen geordneten Übergang der CO2-Bepreisung für Kraftstoffe in den europäischen Emissionshandel.
Wie die geplante Kaufförderung noch verbessert werden könnte – und was es darüber hinaus braucht, lesen Sie im Blogbeitrag “E-Auto-Prämie: Ein wichtiger Schritt – weitere sollten folgen”.
Weitere Infos zu industrie-, sozial- und klimapolitisch ausgewogenen Kaufanreizen für E-Pkw finden Sie in unserem Diskussionspapier „Bezahlbare Elektroautos in die Breite bringen“.
Unsere Analyse „Stellschrauben für günstigere E-Pkw” enthält einen Gesamtkostenvergleich von Elektro- und Verbrennerfahrzeugen und Empfehlungen, wie sich die Rahmenbedingungen politisch gestalten lassen.
Kommentar von Christian Hochfeld, Direktor von Agora Verkehrswende, zu der im Autopaket der EU-Kommission vorgeschlagene Revision der CO2-Flottengrenzwerte: EU-Autopaket: Lost in Transformation
Anmerkungen zu den älteren Grafiken:
Neben den aktuellen Absatzzahlen des vergangenen Monats finden Sie oben einige weitere Grafiken aus den letzten Jahren.
Januar 2025: Keine Überraschung, aber ein erfreulicher Start ins Jahr: Der Absatz von Elektroautos zog im Januar 2025 deutlich an: 53,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und mehr als in jedem anderen Januar bisher. Der Marktanteil stieg auf 16,6 Prozent (Januar 2024: 10,5 Prozent). Der Trend wird sich fortsetzen, denn die Hersteller müssen dieses Jahr strengere CO2-Flottengrenzwerte einhalten. Viele Hersteller haben deshalb auch neue, günstigere Elektromodelle angekündigt. Die europäischen Flottengrenzwerte wirken.
August 2023 (gewerblich/privat): Gewerbliche Neuzulassungen waren verantwortlich für das Absatzhoch bei Elektroautos im August 2023. Dieser Trend hat sich nicht fortgesetzt, weil es seit Anfang September keine Kaufprämie mehr für gewerbliche BEV gibt.
August 2023: Trügerisches Zwischenhoch bei den aktuellen Absatzzahlen für E-Autos. Im August 2023 wurden im Tagesdurchschnitt 2795 reine E-Pkw in Deutschland neu zugelassen. Der zweitstärkste Monat bisher – aber vermutlich vor allem deshalb, weil die Prämie für gewerbliche Zulassungen auslief.
Januar 2023: Einbruch mit Ansage: Durch die Absenkung der Kaufzuschüsse ging der Anteil von E-Autos (BEV und PHEV) am Pkw-Absatz in Deutschland im Januar 2023 zurück auf 15,1 Prozent (12/2022: 55,4 Prozent, 01/2022: 21,6 Prozent).
Dezember 2021: Der Elektroauto-Boom in Deutschland – von 3 Prozent Marktanteil (2019) über 14 Prozent (2020) auf 26 Prozent (2021) – lässt sich vor allem auf zwei politische Instrumente zurückführen: CO2-Flottengrenzwerte und Kaufzuschüsse.