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Format
Meldung
Date
21. Juli 2026

Verkehrswende-Radar: Wandel des Verkehrs im ersten Quartal 2026

Unsere Datenanalyse zeigt: Viele Kennzahlen für den Verkehr auf Straßen und Schienen liegen weiterhin nahe am Niveau von 2019, vor Ausbruch der Corona-Pandemie, – allerdings mit deutlichen Unterschieden zwischen den Verkehrsarten.

Einleitung

Das Pkw-Aufkommen auf Bundesfernstraßen bewegt sich weiterhin unter dem Vor-Corona-Niveau. Im ersten Quartal 2026 erreichte es auf Autobahnen 97 Prozent und auf Bundesstraßen 98 Prozent im Vergleich zu 2019 und ist damit auch niedriger als in den ersten Quartalen der vergangenen Jahre. Die Verteilung über den Tag stellt sich weiterhin anders dar als vor der Pandemie: An Werktagen liegen die Spitzenwerte auf Autobahnen deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau. In der Tagesmitte und an Sonntagen wird das Pkw-Aufkommen von 2019 dagegen überschritten. Das spricht für weniger klassischen Berufsverkehr – und mehr Verkehr in Zeitfenstern, die stark von Freizeitwegen geprägt sind. Der Lkw-Verkehr ging 2025 erneut zurück und lag auf Autobahnen bei 96 Prozent des Niveaus von 2019.

Die Fahrgastzahlen im öffentlichen Verkehr liegen leicht unter dem Niveau von 2019, im Schienennahverkehr bei 97 Prozent und im Schienenfernverkehr bei 91 Prozent. Gleichzeitig werden weiterhin mehr Personenkilometer zurückgelegt: S-Bahnen und Regionalzüge erreichten 109 Prozent, Fernzüge 103 Prozent der Verkehrsleistung von 2019. Die Menschen legen also im Durchschnitt längere Strecken mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück.

Der Radverkehr schwankt weiterhin um das Vor-Corona-Niveau. Vor allem in der Alltagsnutzung zeigt sich bislang kein anhaltender Wachstumstrend. Das unterstreicht, wie wichtig sichere, alltagstaugliche und komfortable Angebot für den Radverkehr für die Verkehrswende bleiben.

Der Anteil elektrischer Pkw, Lkw und Busse am Fahrzeugbestand in Deutschland wächst. Im ersten Quartal 2026 stieg die Zahl batterieelektrischer Pkw auf 2,17 Millionen – ein Zuwachs von 6,7 Prozent gegenüber dem vorherigen Quartal. Gleichzeitig wächst die Modellvielfalt: Käufer:innen von E-Autos finden eine größere Auswahl batterieelektrischer Modelle vor – auch in niedrigeren Preissegmenten. Der Ausbau öffentlich verfügbarer Ladepunkte und deren kumulierter Ladeleistung schreitet weiter voran. 

Zum vollständigen Verkehrswende-Radar mit allen Infografiken: https://www.agora-verkehrswende.de/veroeffentlichungen/verkehrswende-radar 

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