Szenarien,
Diskurse und Strategien für die Dekarbonisierung des Verkehrssektors bis
2050

Über uns

Agora Verkehrswende wird zusammen mit zentralen Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft die Grundlagen dafür legen, dass der Verkehrssektor bis 2050 vollständig dekarbonisiert ist. Hierfür erarbeiten wir eine umfassende Klimaschutzstrategie und unterstützen deren erfolgreiche Umsetzung.

Im Zentrum dieser Klimaschutzstrategie steht die Umstellung des gesamten Verkehrssystems von fossilen Kraftstoffen auf Strom und auf Kraftstoffe aus Erneuerbaren Energien. Die Verkehrswende schließt die Effizienzsteigerung im gesamten Verkehrssystem ein - durch Vermeidung unnötiger Verkehre, die Verlagerung auf umweltfreundliche Verkehrsträger sowie Verbesserungen bei den einzelnen Verkehrsträgern. Die klimafreundliche Entwicklung des Stadtverkehrs wird als ein zentraler Baustein des notwendigen Wandels verstanden.
Die Transformation unseres Verkehrssystems ist eine komplexe gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie kann nur gemeinsam von den zentralen gesellschaftlichen Akteuren gelöst werden. Agora Verkehrswende bietet dafür die Plattform, entwickelt Prozesse und informiert auf wissenschaftlicher Basis über Szenarien und Methoden. Der Fokus von Agora Verkehrswende liegt dabei auf dem landgebundenen Personen- und Güterverkehr in Deutschland im europäischen Kontext.
Projektbeschreibung (PDF)

Das etwa zehnköpfige Team von Agora Verkehrswende wird geleitet vom geschäftsführenden Direktor Christian Hochfeld. Es verfügt über eine exzellente Vernetzung und ist interdisziplinär besetzt – mit Ingenieuren, Ökonomen, Stadtplanern und Politikwissenschaftlern.

Direktor


 
 
 
 
Projektleitung
Anne Klein-Hitpaß
Anne Klein-Hitpaß
Projektleiterin Städtische Mobilität
Alexander Jung
Alexander Jung
Projektleiter Neue Mobilität
Dr. Urs Maier
Dr. Urs Maier
Projektleiter Güterverkehr

Kerstin Meyer
Kerstin Meyer
Projektleiterin Personenverkehr


















Kommunikation
Dr. Fritz Vorholz
Dr. Fritz Vorholz
Leiter Strategische Kommunikation
Christoph Podewils
Leiter Kommunikation
Juliane Franz
Mediengestalterin Print

Mathias Fengler
Mediengestalter Digital


















Administration
Steffi Niemzok
Steffi Niemzok
Leiterin Operatives
Nicole Kleybrink
Assistentin Veranstaltungsmanagement
Nele Mohr
Empfang

Benjamin J. Kees
IT Leiter



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Governance

Wie wir
organisiert sind

Agora Verkehrswende wurde im Februar 2016 ins Leben gerufen. Ihre Gesellschafter sind die Stiftung Mercator und die European Climate Foundation (ECF). Das Projekt ist bis Ende 2018 mit fünf Millionen Euro durch die Gesellschafter finanziert. Eine anschließende zweite Förderphase ist bei erfolgreichem Verlauf der ersten Phase vorgesehen.

Stiftung Mercator

Die Vermeidung eines gefährlichen Klimawandels ist ein zentrales Ziel der Stiftung Mercator. Ambitionierter Klimaschutz ist nur möglich, wenn es gelingt, auch im Verkehrsbereich effektiv Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Dazu muss der Ölverbrauch im Verkehrssektor drastisch gesenkt werden. Die Agora Verkehrswende zielt darauf ab, in Zusammenarbeit mit zentralen Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft die notwendigen Grundlagen für eine umfassende Klimaschutzstrategie für den Verkehrssektor in Deutschland bis hin zu seiner vollständigen Dekarbonisierung zu erarbeiten.

Die Stiftung Mercator ist eine private, unabhängige Stiftung. Sie strebt mit ihrer Arbeit eine Gesellschaft an, die sich durch Weltoffenheit, Solidarität und Chancengleichheit auszeichnet. Dabei konzentriert sie sich darauf, Europa zu stärken, den Bildungserfolg benachteiligter Kinder und Jugendlicher insbesondere mit Migrationshintergrund zu erhöhen, Qualität und Wirkung kultureller Bildung zu verbessern, Klimaschutz voranzutreiben und Wissenschaft zu fördern. Die Stiftung Mercator steht für die Verbindung von wissenschaftlicher Expertise und praktischer Projekterfahrung. Als eine führende Stiftung in Deutschland ist sie national wie international tätig. Dem Ruhrgebiet, der Heimat der Stifterfamilie und dem Sitz der Stiftung, fühlt sie sich besonders verpflichtet.

European Climate Foundation

Die European Climate Foundation (ECF) ist eine Gemeinschaftsinitiative mehrerer großer, international tätiger Stiftungen aus Europa und den Vereinigten Staaten gegen die drohende Erdüberhitzung. Seit 2008 setzt sie sich als Teil des ClimateWorks-Netzwerks dafür ein, einen wirksamen Klimaschutz in Europa voranzutreiben. In der Strategie der ECF spielt Deutschland als größtes und wirtschaftsstärkstes EU-Land eine zentrale Rolle - nicht zuletzt, weil die Energiewende zeigt, dass der Umbau hin zu einem umwelt- und klimaverträglichen Energiesystem machbar ist.

News

Was Journalisten interessieren könnte

Neue Stiftungsinitiative packt Klimaschutz im Verkehrsbereich an

Agora Verkehrswende liefert Diskurse, Szenarien und Strategien für die Dekarbonisierung des deutschen Verkehrssektors bis 2050. Am 1. Juli ist die Initiative offiziell an den Start gegangen.

Berlin, 1. Juli 2016. Um die deutschen Klimaschutzziele nach dem Klimaabkommen von Paris zu erreichen, muss der CO2-Ausstoß des Verkehrs bis 2050 auf nahezu Null vermindert werden. Derzeit verursacht der Verkehrssektor noch rund 20 Prozent der deutschen Treibhausgase. Wie die Grundlagen einer umfassenden Klimaschutzstrategie für den Verkehrsbereich aussehen können, wird Agora Verkehrswende im Dialog mit zentralen gesellschaftlichen Akteuren erarbeiten. Agora Verkehrswende ist eine gemeinsame Initiative der Stiftung Mercator und der European Climate Foundation, die jetzt offiziell ihre Arbeit aufgenommen hat. Der Think-Tank wurde Anfang des Jahres gegründet und von den Stiftungen bis Ende 2018 mit einem Budget von fünf Millionen Euro ausgestattet.

Im Mittelpunkt der Initiative steht der gesellschaftliche Diskurs. Im hochrangig besetzten Rat der Agora Verkehrswende diskutieren ausgewählte Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft über erfolgversprechende Pfade der Verkehrswende. Vorsitzender des Rates der Agora Verkehrswende ist Achim Steiner, bis Juni Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen und Exekutivdirektor des UN-Umweltprogramms. Die wissenschaftlich fundierten Grundlagen für den Diskurs und die Strategieentwicklung in Form von Analysen und Studien werden durch ein etwa zehnköpfiges interdisziplinäres Team mit Christian Hochfeld als Direktor erarbeitet. weiterlesen

Pressemitteilung (PDF)

Veranstaltungen

Wie Chancen und Herausforderungen für die Verkehrswende aussehen

Auf der Auftaktveranstaltung von Agora Verkehrswende am 1. Juli 2016 umrissen hochkarätige Experten und Politiker den Rahmen für eine Dekarbonisierung des Verkehrssektors. Sehen Sie sich die Beiträge im Video an.

Berlin
01. Juli 2016
Auftaktveranstaltung der Agora Verkehrswende am 1.7.2016 in Berlin

Mit hohen Erwartungen waren 120 Gäste der Einladung zum Auftakt der Agora Verkehrswende am 1. Juli gefolgt. In der Mittagsveranstaltung im Projektzentrum Berlin der Stiftung Mercator skizzierten hochrangige Experten Leitlinien für die Dekarbonisierung des Verkehrssektors – dieser Kernaufgabe widmet sich der neugegründete Think-Tank.

Die Veranstaltung wurde auf Video aufgezeichnet. Zu den einzelnen Redebeiträgen gelangen Sie, indem Sie im Folgenden auf die entsprechenden Links klicken. Die ganze Veranstaltung ist hier zu sehen.

Die Repräsentanten der beiden Stiftungen, die Agora Verkehrswende tragen, – Dr. Lars Grotewold, Leiter Bereich Klimawandel der Stiftung Mercator und Dr. Martin Rocholl, Leiter des Deutschlandprogramms der European Climate Foundation – unterstrichen in ihren Grußworten nochmals die Notwendigkeit einer Verkehrswende in Deutschland.

Der Ratsvorsitzende der Agora Verkehrswende, Achim Steiner, beschrieb die Herausforderungen dieses Transformationsprozesses, seine Risiken aber auch die darin liegenden großen Chancen für die Wirtschaft und die mobile Gesellschaft. Mit den Erfahrungen aus seiner vormaligen internationalen Tätigkeit als Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen stünden für ihn die Impulse aus einer und für eine globalisierte Welt im Mittelpunkt dieses Prozesses.

Mit großem Interesse wurde die Rede von Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit verfolgt. Sein Haus arbeitet in diesen Tagen am Klimaschutzplan 2050. Flasbarth appellierte für eine: „offene, tabulose, auch die eigenen Positionen in Frage stellende, Debatte.“

Eine wissenschaftliche Einordnung der Situation und der daraus folgenden Aufgaben lieferte ein Fachgespräch von Dr. Wiebke Zimmer, stellvertretende Bereichsleiterin Ressourcen und Mobilität am Öko-Institut mit Christian Hochfeld, dem Direktor von Agora Verkehrswende. Dieser Beitrag gab damit auch ein Beispiel für die künftige Arbeitsweise des Think-Tanks.

In einem kurzen Gespräch diskutierte Hochfeld anschließend mit Dr. Patrick Graichen, Direktor der Agora Energiewende und deren Ratsvorsitzenden Prof. Dr. Klaus Töpfer wichtige Fragen der Sektorenkopplung. Töpfer unterstrich in diesem Gespräch, dass eine Verkehrswende mehr als eine Antriebswende für das Auto ist.

Die Veranstaltung endete mit einer Podiumsdiskussion. Den Fragen über Herausforderungen, Möglichkeiten und Visionen der Dekarbonisierung des Verkehrs stellten sich Dr. Thomas Becker (Leiter Politik und Außenbeziehung der BMW Group), Andreas Gehlhaar (Leiter Umwelt der Deutschen Bahn), Winfried Hermann (Minister für Verkehr Baden-Württemberg), Helge Pohls (Referatsleiter Energie und Klimaschutz des Ministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur) und Oliver Wolff (Hauptgeschäftsführer des Verbandes deutscher Verkehrsunternehmer). In ihrer Schlussrunde gingen die Teilnehmer schlaglichtartig der Frage nach, woran eine erfolgreiche Verkehrswende zu messen sein wird.

Themen

Wofür wir uns
einsetzen

Der Stadtverkehr wird weltweit grundlegende Änderungen erfahren. Wir zeigen auf, wie klimafreundliche Mobilität und nachhaltige Stadtentwicklung Hand in Hand gehen und die Lebensqualität in Städten enorm erhöhen können.

Der landgebundene Güterverkehr wird weiterhin stark wachsen. Wir arbeiten daran, ihn zügig zu dekarbonisieren. Dabei bauen wir insbesondere auf Strategien von Verlagerung und Effizienzsteigerung auf.

Die Elektrifizierung ist die Kernoption der Energiewende im Verkehr. Wir erarbeiten Strategien dafür, wie der Verkehr schnell auf Strom und aus Strom erzeugte Kraftstoffe umgestellt werden kann.

Die Digitalisierung wird den Verkehrsbereich grundsätzlich verändern, denn sie ermöglicht vielfältigste Mobilitätsdienstleistungen. Wir arbeiten daran, ihre Potenziale für die Verkehrswende zu erschließen.

Der Erfolg der Energiewende hängt von einer erfolgreichen Kopplung von Strom- und Verkehrssektor ab. Wir analysieren die Chancen und Herausforderungen. Und wir formulieren Handlungsempfehlungen für die systemdienliche Integration des Verkehrssektors in den Strombereich.

Politische und wirtschaftliche Entscheidungen zur Dekarbonisierung des Verkehrs müssen auf solide wissenschaftliche Grundlagen gestellt werden. Deshalb arbeiten wir an der stetigen Verbesserung entsprechender Daten und Szenarien.

Die Verkehrswende und ihre Akteure brauchen verlässliche Rahmenbedingungen. Wir erarbeiten Vorschläge für die Politik, mit welchen Instrumenten Klimaschutz im Verkehr langfristig effektiv und effizient gestaltet werden kann.

Die wichtigste Motivation für die Verkehrswende ist der Klimaschutz. Darüber hinaus zeigen wir auf, welchen unmittelbaren Wert die Verkehrswende für Gesellschaft und Wirtschaft hat.

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