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Kostenrechner für Elektrofahrzeuge
Errechnen Sie die Gesamtkosten und Treibhausgasemissionen von Elektroautos im Vergleich zu Benzin- und Diesel-Pkw
Die Zahl der Elektroautos auf deutschen Straßen nimmt wieder stark zu. Nach dem Einbruch der Zulassungszahlen im Jahr 2024 erfreuten sich Pkw mit Elektroantrieb im Jahr 2025 wieder größerer Beliebtheit – im Jahresdurschnitt waren 2025 19,1 Prozent aller Neuzulassungen reine Elektroautos. Doch lohnt sich ein Elektroauto finanziell im Vergleich zu einem Verbrenner? Die Antwort auf diese Frage hängt von vielen Faktoren ab. Mit diesem Online-Rechner können Sie die Gesamtkosten vergleichen.
Über diesen Rechner
Die Grundlagen für den Online-Kostenrechner wurden 2015 im Rahmen der Begleit- und Wirkungsforschung des Bundesprogramms „Schaufenster Elektromobilität“ geschaffen.
Anfang 2024 erfolgte eine grundlegende Überarbeitung und Aktualisierung durch das Öko-Institut e.V. im Rahmen des vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Forschungsprojekts „Power2U“. Ende 2025 übernahm Agora Verkehrswende die Fortsetzung des Kostenrechners und überarbeitete ihn leicht. Die Daten zu Fahrzeugkosten, Kraftstoff- und Ladepreisen werden jedes Quartal aktualisiert.
Die Inhalte dieses Online-Rechners wurden sorgfältig geprüft und nach bestem Wissen erstellt. Der Anbieter übernimmt jedoch keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Inhalte. Die Nutzung der Inhalte dieser Website erfolgt auf eigene Gefahr des Nutzers.
Die technische Umsetzung der Überarbeitung des Online-Rechners erfolgte durch die senercon GmbH.
Erforderliche Mindestkonfiguration
Der Online-Rechner unterstützt die jeweils aktuelle und Vorgängerversion der Browser Google Chrome, Mozilla Firefox und Microsoft Edge. Diese sind auf alle Betriebssysteme mit aktivem Support verfügbar (d.h. Windows 10+, macOS 13+ (Ventura), Ubuntu 22.04 LTS+). Der Rechner funktioniert auf aktuellen mobilen Geräten (Android 12+, iOS 15.8.1+).
Datenquellen und Annahmen
Für die Berechnung der Kosten verwendet der Kostenrechner eine Reihe von Standarddaten und Annahmen. Zum Start des Rechners müssen Angaben zum Fahrzeugsegment und zum Anschaffungsjahr gemacht werden. Hier können auch die Haltedauer und die Jahresfahrleistung abweichend von den Standardeinstellungen direkt angepasst werden. In den Detaileinstellungen können alle genutzten Werte individuell angepasst werden.
Im Folgenden werden die Quellen und die getroffenen Annahmen der hinterlegten Standardwerte beschrieben. Die Daten werden vierteljährlich aktualisiert.
Allgemeine Annahmen
Es werden 15.000 km pro Jahr gefahren, davon 40 Prozent auf Autobahnen, 40 Prozent innerorts und 20 Prozent außerorts. Die Haltedauer des Fahrzeugs beträgt 6 Jahre. Die jährliche Inflation beträgt 2 Prozent.
Fahrzeugdaten
Die Kraftstoff- und Stromverbrauchswerte basieren auf Daten des ADAC. Für die Beispielfahrzeuge der einzelnen Fahrzeugsegmente wurde der Durchschnittsverbrauch aller Fahrzeuge des Segments mit dieser Antriebsart verwendet.
Wertverlust
Die Fahrzeugkosten und Restwerte basieren auf ADAC-Daten und beinhalten eine modellgemäße Standardausstattung. Je nach Modell sind nicht alle diese Ausstattungsmerkmale in der unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) der Hersteller enthalten. Die Preise können daher von der UVP abweichen. Die Restwerte wurden auf Basis der Preise mit Standardausstattung ermittelt.
Standardmäßig werden keine Rabatte und bei Elektro-Pkw keine Kaufprämie berücksichtigt. Diese können jedoch manuell hinterlegt werden.
Jährlich anfallende Kosten, zum Beispiel für die Batteriemiete, können manuell eingegeben werden.
Energiekosten Verbrennerfahrzeuge
Für die Kraftstoffpreise wurden die Mittelwerte für Super E10 und Diesel der letzten drei Monate (Mitte Oktober 2025 bis Mitte Januar 2026) ermittelt. Dabei wurden Daten des ADAC genutzt. Der enthaltene CO₂-Preis für das Jahr 2026 wurde auf Basis des im Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) festgelegten Preises und der jeweiligen CO₂-Emissionen der Treibstoffe ermittelt. Für die folgenden Jahre wurde die Prognose der Studie „Klimaneutrales Deutschland” verwendet. Dabei steigt der Preis schrittweise auf 200 Euro im Jahr 2050.
Für die Energiekosten (auch für Elektroautos) wird angenommen, dass sich die angegebenen Preise (ohne CO2-Preis für fossile Kraftstoffe) im Laufe der Zeit lediglich um die gewählte Inflationsrate ändern. Es können manuell Energiepreisszenarien gewählt werden, in denen die Preise (vor Inflation) jährlich um 1 Prozent steigen (pessimistisches Szenario) beziehungsweise um 1 Prozent sinken (optimistisches Szenario).
Energiekosten Elektrofahrzeuge
Standardmäßig wird davon ausgegangen, dass Fahrzeuge ausschließlich zu Hause geladen werden. Die Strompreise für das private Laden werden mit 39,6 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) angesetzt und basieren auf den Daten des BDEW vom Oktober 2025.
Der Anteil des öffentlichen Ladens kann manuell eingestellt werden. Für das öffentliche Laden wurden die Preise von 42 Tarifen der 15 größten Anbieter Anfang Januar 2026 verglichen und der Median gebildet. Es wird ein Ladepreis von 60 ct/kWh angenommen. Alle Preise gelten für das Jahr 2026 und werden entsprechend der Inflationsrate fortgeschrieben. Die tatsächlichen Kosten unterscheiden sich je nach Region und Anbieter.
Einnahmen, die beispielsweise aus dem Verkauf von THG-Zertifikaten erzielt werden können, sind in den Standardeinstellungen nicht berücksichtigt, da die Preise für Zertifikate stark schwanken. Sie können jedoch manuell hinterlegt werden.
Steuern und Versicherung
Kosten für Steuern und Versicherungen basieren auf Daten des ADAC. Es wird der Abschluss einer Vollkaskoversicherung angenommen und ein Schadensfreiheitsgrad von 50 Prozent.
Reparatur und Wartung
Für Kosten für Reparaturen, Reifen, Inspektion sowie Betriebs- und Schmiermittel pro Modell wurden Daten des ADAC verwendet.
Ladeinfrastruktur
Als Kosten für private Ladeinfrastruktur werden standardmäßig 1.600 Euro für Planung und Installation und 1.030 Euro als Kaufpreis für die Wallbox angenommen, die auf 10 Jahre abgeschrieben werden. Zusätzlich werden Wartungskosten in Höhe von 75 Euro pro Jahr angenommen. Zur Festlegung eines üblichen Preises für eine Wallbox wurde die Plattform The Mobility House genutzt. Es wurden 80 Wallboxen betrachtet, die:
- über einen 11 Kilowatt Einzelanschluss verfügen (dies beinhaltet auch Anlagen mit höherer Leistung, die auf 11 Kilowatt regelbar sind),
- über ein Energiemanagement-System (EMS) verfügen und damit mit Paragraf 14a des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) kompatibel sind.
Aus den Anfang Januar 2026 recherchierten Preisen wurde der Median gebildet. Kosten für Planung und Installation sowie jährliche Wartungskosten wurden auf Basis einer Literaturrecherche geschätzt.